Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Biografie von Ludwig Christoph Heinrich Hölty

Der Zeitgenosse und Freund von Gottfried August Bürger, Johann Georg August Galetti, Friedrich Leopold Graf zu Stolberg und Johann Martin Miller wurde am 21 Dezember 1748 in Mariensee geboren. Der Sohn eines Predigers studierte an der Universität zu Göttingen Theologie und Sprachen.

Wie viele seiner Zeitgenossen wurde auch Hölty von der Schwindsucht plagt. Die Krankheit zeigt sich gelegentlich als besondere Schwermütigkeit in seinen Versen und auch in seinen Briefen. In seiner Arbeit ließ er sich sehr vom Lyriker Klopstock und auch von verschiedenen englischen Dichtern beeinflussen. Hölty war Mitglied des Hainbundes, dem viele seiner zeitgenössischen Dichter Kollegen wie z. B. August Bürger angehörten.

Seiner einzigartigen Sprachmelodien und Verse bediente sich unter anderem auch Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Arie „ein Mädchen oder Weibchen“ aus der Oper die Zauberflöte. Mozart nutzte hierzu eines der bekanntesten Gedichte von Hölty „üb immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab“ (der alte Landsmann an seinen Sohn). Ebenso vertonte er das Gedicht „Traumbild“. Damit ist Mozart aber nicht in der einzige Komponist, der sich Höltys Verse bediente: Auch Carl Philip Immanuel Bach, Johann Christoph Friedrich Bach, Johann Abraham Peter Schulz, Franz Schubert, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und diverse andere bedienten sich gerne der romantischen Literatur des Volksdichters.

Zu seinen Werken gehören die gesammelten Briefe und umfangreiche Gedichtbände. Ludwig Christoph Heinrich Hölty verstarb am 1. September 1776 in Hannover. Noch heute erinnern Denkmäler, Bronzestatuen und eine nach einem zeitgenössischen Schattenriss des Künstlers gefertigte Münze an den volkstümlichen Dichter.
Liebesgedicht: Der Kuss

Der Kuss

Ward Unsterblichkeit mir? Stieg ein Olympier Mit der Schale herab? Bebte sein goldner Kelch, Voll der Trauben des Himmels, Um die Lippe des Taumelnden? Wehe Kühlung mir zu, wann du mir wiederum Reichst den glühenden Kelch, daß mir die Seele nicht Ganz im Feuer zerfließe; Wehe, wehe mir Kühlung zu! Unter Blüthen des Mays spielt' ich mit ihrer Hand; Kos'te liebelnd mit ihr, schaute mein schwebendes Bild im Auge des Mädchens; Raubt' ihr bebend den ersten Kuß! Ewig strahlt die Gestalt mir in der Seel' herauf; Ewig flieget der Kuß, wie ein versengend Feur, Mir durch Mark und Gebeine; Ewig zittert mein Herz nach ihr!

Ein Liebesgedicht von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Valentinstag Liebesgedicht: Minnelied

Minnelied

Euch, ihr Schönen, Will ich krönen, Bis an meinen Tod, Mit Gesangesweisen; Bis an meinen Tod, Eure Tugend preisen. Ihr, o Guten, Wohlgemuthen, Macht das Leben süß, Macht den Mann zum Engel, Und zum Paradies Eine Welt voll Mängel. Wer die Süße Treuer Küße Nicht gekostet hat, Irret, wie verloren, Auf dem Lebenspfad, Ist noch ungebohren. Wer die Süße Treuer Küße Schon gekostet hat, Tritt auf lauter Rosen, Wo sein Fuß sich naht, Blühen lauter Rosen.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Liebesgedichte zum Valentinstag: Die Liebe

Die Liebe

Eine Schale des Harms, eine der Freuden wog Gott dem Menschengeschlecht; aber der lastende Kummer senket die Schale, Immer hebet die andre sich. Irren, traurigen Tritts wanken wir unsern Weg Durch das Leben hinab, bis sich die Liebe naht, Eine Fülle der Freuden In die steigende Schale streut. Wie dem Pilger der Quell silbern entgegenrinnt, Wie der Regen des Mays über die Blüthen träuft, Naht die Liebe; des Jünglings Seele zittert, und huldigt ihr! Nähm? er Kronen und Gold, mißte der Liebe? Gold Ist ihm fliegende Spreu; Kronen ein Flittertand; Alle Hoheit der Erde, Sonder herzliche Liebe, Staub. Loos der Engel! Kein Sturm düstert die Seelenruh Des Beglückten! Der Tag hüllt sich in lichters Blau, Kuß, und Flüstern und Lächeln Flügelt Stunden an Stunden fort. Herrscher neideten ihn, kosteten sie des Glücks, Das dem liebenden ward; würfen den Königsstab Aus den Händen, und suchten Sich ein friedliches Hüttendach. Unter Rosengesträuch spielet ein Quell, und mischt Dem begegnenden Bach Silber. So strömen flugs Seel' und Seele zusammen, Wenn allmächtige Liebe naht.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Gedichte zum Valentinstag: Die künftige Geliebte

Die künftige Geliebte

Wenn ich dich Engel fände, wenn der nächste Mond der knospenden Rosen meinem Arm dich Brächte; dann, dann hätt' ich den Himmel schon auf Erden gefunden! Jeglicher Pulsschlag würde heißer schlagen, Jede Nerve der Seele heller zittern; Umgeboren würd' ich die Welt in neuer Schönheit erblicken. Trunken an ihrer weißen Brust entschlummern, Und im Traume mit ihrem Busen tändeln, Und, bestralt vom Morgen, in ihrer Arme Himmel erwachen! Wenn ich dich fände! Komm, du Engel Gottes, Komm mein Leben zu heitern! Wenig Freuden Sprießen auf den Ufern des Lebens! Engel, Komm, mich zu heitern!

Ein Gedichte zum Valentinstag von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Valentinstag Liebesgedicht: Lied eines Liebenden

Lied eines Liebenden

Beglückt, beglückt, Wer dich erblickt, Und deinen Himmel trinket; Wem dein Gesicht, Voll Engellicht, Den Gruß des Friedens winket. Ein süßer Blick, Ein Wink, ein Nick, Reißt mich zur Himmelssphäre; Den ganzen Tag Sinn ich ihm nach, Und baue dir Altäre. Dein liebes Bild, So sanft, so mild, Führt mich an goldner Kette; Erwachet warm In meinem Arm, Und geht mit mir zu Bette. Beglückt, beglückt, Wer dich erblickt, Und sich in dir berauschet; Blick gegen Blick, Nick gegen Nick, Kuß gegen Kuß vertauschet.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Liebesgedichte zum Valentinstag: Die Geliebte

Die Geliebte

Würde mein heißer Seelenwunsch Erfüllung, Brächt' ein gütig Geschick mich ihr entgegen, Eine flügelschnelle Minut' in ihrem Himmel zu athmen; Seliger wär' ich dann als Staubbewohner, O dann würd' ich den Frühling besser fühlen, Besser meinen Schöpfer in jeder Blume Schauen und lieben!

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

Gedichte zum Valentinstag: Die Seligkeit der Liebenden

Die Seligkeit der Liebenden

Ein goldner Stern hing über euren Wiegen, Wenn Gott ein liebend Herz euch gab; Und geudete Vergnügen auf Vergnügen, Aus voller Urn?, auf euch herab! Ein goldner Stern, wenn ihr das Mädchen findet, Das euch im Jugendtraum begrüßt; Wenn Arm um Arm, und Geist um Geist sich windet, Und taumelnd Seel' in Seele fließt. Die Liebe streut den May auf Winterfluren, Streut auf die Wildniß Tanz und Spiel; Enthüllet uns der Gottheit lichte Spuren, Giebt uns des Himmels Vorgefühl.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Ludwig Christoph Heinrich Hölty 1748-1776

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