Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Liebesgedichte von Johann Wolfgang von Goethe

Liebesgedichte von Johann Wolfgang von Goethe

Bereits zu Lebzeiten galt Johann Wolfgang von Goethe als großer Dichter seiner Zeit. Bis heute haben seine literarischen Werke nichts an ihrer Bedeutsamkeit verloren. Er zählt zu den Meistern der Zeit des Sturm und Drang, verschrieb sich der Lyrik, die nur wenig mit dem vorher Üblichen zu vergleichen ist. Er beschreibt seine Gefühle, die von tiefer Liebe bis schmerzlicher Not reichen, emotional und oft auf sehr romantische Weise. Als Mittel der Dichtung dient häufig die Natur in der Vielfalt ihrer Erscheinung. Und so ist in seinen Versen die Lebendigkeit seiner Worte deutlich spürbar. Auch deshalb gilt ein Liebesgedicht von ihm nach wie vor als Ausdruck einer besonderen Verbundenheit und innigen Zuneigung.

Gedichte zum Valentinstag: Sprich unter welchem Himmelszeichen

Sprich unter welchem Himmelszeichen

Sprich! unter welchem Himmelszeichen Der Tag liegt, Wo mein Herz, das doch mein eigen, Nicht mehr wegfliegt? Und, wenn es flöge, zum Erreichen Mir ganz nah liegt? - Auf dem Polster, dem süssen, dem weichen, Wo mein Herz an ihrem liegt.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Johann Wolfgang von Goethe 1749 - 1832

Liebesgedicht: An ein goldenes Herz, das er am Halse trug

An ein goldenes Herz, das er am Halse trug

Angedenken du verklungner Freude, Das ich immer noch am Halse trage, Hältst du länger als das Seelenband uns beide? Verlängerst du der Liebe kurze Tage? Flieh ich, Lili, vor dir! Muß noch an deinem Bande Durch fremde Lande, Durch ferne Täler und Wälder wallen! Ach, Lilis Herz konnte so bald nicht Von meinem Herzen fallen. Wie ein Vogel, der den Faden bricht Und zum Walde kehrt, Er schleppt des Gefängnisses Schmach Noch ein Stückchen des Fadens nach; Er ist der alte freigeborne Vogel nicht, Er hat schon jemand angehört.

Ein Liebesgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Liebesgedichte zum Valentinstag: Blick um Blick

Blick um Blick

Wenn du dich im Spiegel besiehst, Denke, dass ich diese Augen küsste, Und mich mit mir selbst entzweien müsste, Sobalde du mich fliehst: Denn da ich nur in diesen Augen lebe, Du mir gibst, was ich gebe, So wär ich ganz verloren; Jetzt bin ich immer wie neugeboren.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Johann Wolfgang von Goethe 1749 - 1832

Valentinstag Liebesgedicht: Anliegen

Anliegen

O schönes Mädchen du, Du mit dem schwarzen Haar, Die du ans Fenster trittst, Auf dem Balkone stehst! Und stehst du wohl umsonst? O stündest du für mich Und zögst die Klinke los, Wie glücklich wär ich da! Wie schnell spräng ich hinauf!

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

Valentinstag Liebesgedicht: Abschied

Abschied

War unersättlich nach viel tausend Küssen, Und mußt mit Einem Kuß am Ende scheiden. Nach herber Trennung tiefempfundnem Leiden War mir das Ufer, dem ich mich entrissen, Mit Wohnungen, mit Bergen, Hügeln, Flüssen, Solang ichs deutlich sah, ein Schatz der Freuden; Zuletzt im Blauen blieb ein Augenweiden An fernentwichnen, lichten Finsternissen. Und endlich, als das Meer den Blick umgrenzte, Fiel mir zurück ins Herz mein heiß Verlangen; Ich suchte mein Verlornes gar verdrossen. Da war es gleich, als ob der Himmel glänzte; Mir schien, als wäre nichts mir, nichts entgangen, Als hätt ich alles, was ich je genossen.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832

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