Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Liebesgedichte von Johann Christoph Friedrich von Schiller

Biografie von Johann Christoph Friedrich von Schiller

Zweifellos zählt Johann Christoph Friedrich Schiller zu den noch heute weltbekanntesten Dichtern der deutschsprachigen Literatur. Der am 10. November 1959 in Marbach am Neckar, Württemberg geborene Dichter, Philosoph und Historiker wurde später Staatsbürger von Sachsen Weimar und erhielt 1992 die französische Staatsbürgerschaft. Dies geschah in Würdigung seines in Paris aufgeführten Dramas die Räuber, das als Revolution gegen die Tyrannei verstanden wurde.

Das Werk des Dramatikers, Lyrikers und Essayisten zählt heute zum Allgemeinwissen. Ebenso gelten viele seiner Theaterstücke zum Standard aller deutschsprachigen Theaterbühnen.

Als Sohn des Offiziers und Arztes Johann Caspar Schiller und dessen Ehefrau Elisabeth Dorothea Schiller wurde er als einziger Sohn im Marbach am Neckar geboren. Er hatte fünf Schwestern. Vor allem zu der zwei Jahre älteren Schwester Christophine baute er eine sehr enge Freundschaft auf.

Schiller besuchte ab 1773 in die Militärakademie Karlsruhe. Hier begann er ein Studium der Rechtswissenschaften. Die Erziehung war hart und militärisch, Schiller widersetzte sich allerdings und fiel mehrmals unangenehm auf durch das Verfassen und Lesen verbotener Schriften und das Schnupfen von Tabak.

1775 begann Schiller mit einem Medizinstudium. Schon zu dieser Zeit interessierte er sich für alle Werke der Sturm und Drangperiode, vor allem auch für die Gedichte Klopstocks. Erste Theaterstücke und Gedichte erschienen. Bereits ein Jahr später begann er mit der Arbeit an seinem Freiheitsdrama „die Räuber“. Inspiriert haben mochten ihn sicher auch die Werke Plutarch, Voltaires, Goethes und Shakespears.

Nach der Veröffentlichung seiner medizinischen Dissertation trat der junge Arzt in die herzoglich württembergische Armee ein. Das harte Leben, der geringen Sold und die rigorose Beschneidung persönlicher Freiheiten machten den jungen Schiller allerdings zunehmend unzufrieden mit seinem Beruf. Als Autor verunglimpfender Schriften (die Räuber) erregte er zudem den Unwillen des Herzogs Carl Eugen, der den unbequemen Dichter zwei Wochen lang in Haft nahm und ihm jeden weiteren Kontakt mit dem pfälzischen Ausland verbot.

Heute gelten die großartigen, umfassenden Werke Schillers als bedeutendes literarisches Vermächtnis und haben ihren Autor damit zu Unsterblichkeit verholfen. Der Dichter verstarb am 9. Mai 1805 in Sachsen Weimar nach dem er drei Jahre zuvor in den Adelsstand erhoben wurde.
Liebesgedicht: Die Entzückung an Laura

Die Entzückung an Laura

Laura, über diese Welt zu flüchten Wähn' ich - mich in Himmelmaienglanz zu lichten, Wenn dein Blick in meine Blicke flimmt; ätherlüfte träum' ich einzusaugen, Wenn mein Bild in deiner sanften Augen Himmelblauen Spiegel schwimmt. Leierklang aus Paradieses Fernen, Harfenschwung aus angenehmern Sternen Ras' ich in mein trunknes Ohr zu ziehn; Meine Muse fühlt die Schäferstunde, Wenn von deinem wollustheißen Munde Silbertöne ungern fliehn. Amoretten seh' ich Flügel schwingen, Hinter dir die trunknen Fichten springen, Wie von Orpheus' Saitenruf belebt; Rascher rollen um mich her die Pole; Wenn im Wirbeltanze deine Sohle Flüchtig wie die Welle schwebt. Deine Blicke - wenn sie Liebe lächeln, Könnten Leben durch den Marmor fächeln, Felsenadern Pulse leihn; Träume werden um mich her zu Wesen, Kann ich nur in deinen Augen lesen: Laura, Laura mein!

Ein Liebesgedicht von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Liebesgedichte zum Valentinstag: An den Frühling

An den Frühling

Willkommen, schöner Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit deinem Blumenkörbchen Willkommen auf der Flur! Ei! ei! da bist ja wieder! Und bist so lieb und schön! Und freun wir uns so herzlich, Entgegen dir zu gehn. Denkst auch noch an mein Mädchen? Ei, Lieber, denke doch! Dort liebte mich das Mädchen, Und 's Mädchen liebt mich noch! Fürs Mädchen manches Blümchen Erbat ich mir von dir - Ich komm' und bitte wieder, Und du? - du gibst es mir? Willkommen, schöner Jüngling! Du Wonne der Natur! Mit deinem Blumenkörbchen Willkommen auf der Flur!

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Liebesgedichte zum Valentinstag: Amalia

Amalia

Schön wie Engel voll Walhallas Wonne, Schön vor allen Jünglingen war er, Himmlisch mild sein Blick wie Maiensonne, Rückgestrahlt vom blauen Spiegelmeer. Seine Küsse - paradiesisch Fühlen! Wie zwo Flammen sich ergreifen, wie Harfentöne in einander spielen Zu der himmelvollen Harmonie - Stürzten, flogen, schmolzen Geist und Geist zusammen, Lippen, Wangen brannten, zitterten, Seele rann in Seele - Erd und Himmel schwammen Wie zerronnen um die Liebenden! Er ist hin - vergebens, ach vergebens Stöhnet ihm der bange Seufzer nach! Er ist hin, und alle Lust des Lebens Wimmert hin in ein verlornes Ach!

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Gedichte zum Valentinstag: An Emma

An Emma

Weit in nebelgrauer Ferne Liegt mir das vergangne Glück, Nur an einem schönen Sterne Weilt mit Liebe noch der Blick. Aber, wie des Sternes Pracht, Ist es nur ein Schein der Nacht. Deckte dir der lange Schlummer, Dir der Tod die Augen zu, Dich besäße doch mein Kummer, Meinem Herzen lebtest du. Aber ach! du lebst im Licht, Meiner Liebe lebst du nicht. Kann der Liebe süß Verlangen, Emma, kann's vergänglich sein? Was dahin ist und vergangen, Emma, kann's die Liebe sein? Ihrer Flamme Himmelsglut; Stirbt sie wie ein irdisch Gut?

Ein Gedichte zum Valentinstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Valentinstag Liebesgedicht: An Minna

An Minna

Träum' ich? Ist mein Auge trüber? Nebelt's mir ums Angesicht? Meine Minna geht vorüber? Meine Minna kennt mich nicht? Die am Arme seichter Toren Blähend mit dem Fächer ficht, Eitel in sich selbst verloren - Meine Minna ist es nicht. Von dem Sommerhute nicken Stolze Federn, mein Geschenk; Schleifen, die den Busen schmücken, Rufen: Minna, sei gedenk! Blumen, die ich selbst erzogen, Zieren Brust und Locken noch - Ach, die Brust, die mir gelogen! Und die Blumen blühen doch! Geh, umhüpft von leeren Schmeichlern! Geh, vergiß auf ewig mich! überliefert feilen Heuchlern, Eitles Weib, veracht' ich dich. Geh! dir hat ein Herz geschlagen, Dir ein Herz, das edel schlug, Groß genug, den Schmerz zu tragen, Daß es einer Törin schlug. In den Trümmern deiner Schöne Seh' ich dich verlassen stehn, Weinend in die Blumenszene Deines Mai's zurücke sehn. Schwalben, die im Lenze minnen, Fliehen, wenn der Nordsturm weht; Buhler scheucht dein Herbst von hinnen, Einen Freund hast du verschmäht. Die mit heißem Liebesgeize Deinem Kuß entgegenflohn, Zischen dem erloschnen Reize, Lachen deinem Winter Hohn. Ha! wie will ich dann dich höhnen! Höhnen? Gott bewahre mich! Weinen will ich bittre Tränen, Weinen, Minna, über dich!

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Gedichte zum Valentinstag: Das Glück und die Weisheit

Das Glück und die Weisheit

Entzweit mit einem Favoriten, Flog einst Fortun' der Weisheit zu. Ich will dir meine Schätze bieten, Sei meine Freundin du! Mein Füllhorn goss ich dem Verschwender In seinen Schoss, so mütterlich! Und sieh! Er fodert drum nicht minder Und nennt noch geizig mich. Komm, Schwester, lass uns Freundschaft schliessen, Du keuchst so schwer an deinem Pflug. In deinen Schoss will ich sie giessen, Auf, folge mir! ? Du hast genug. Die Weisheit lässt die Schaufel sinken Und wischt den Schweiss vom Angesicht. Dort eilt dein Freund ? sich zu erhenken, Versöhnet euch ? ich brauch dich nicht.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Gedichte zum Valentinstag: Die Begegnung

Die Begegnung

Noch seh ich sie, umringt von ihren Frauen, Die herrlichste von allen stand sie da, Wie eine Sonne war sie anzuschauen; Ich stand von fern und wagte mich nicht nah, Es faßte mich mit wollustvollem Grauen, Als ich den Glanz vor mir verbreitet sah; Doch schnell, als hätten Flügel mich getragen, Ergriff es mich, die Saiten anzuschlagen. Was ich in jenem Augenblick empfunden Und was ich sang; vergebens sinn' ich nach; Ein neu Organ hatt' ich in mir gefunden, Das meines Herzens heil'ge Regung sprach; Die Seele war's, die, jahrelang gebunden, Durch alle Fesseln jetzt auf einmal brach Und Töne fand in ihren tiefsten Tiefen, Die ungeahnt und göttlich in ihr schliefen. Und als die Saiten lange schon geschwiegen, Die Seele endlich mir zurücke kam, Da sah ich in den engelgleichen Zügen Die Liebe ringen mit der holden Scham, Und alle Himmel glaubt' ich zu erfliegen, Als ich das leise süße Wort vernahm - O droben nur in sel'ger Geister Chören Werd' ich des Tones Wohllaut wieder hören! ?Das treue Herz, das trostlos sich verzehrt Und still bescheiden nie gewagt, zu sprechen - Ich kenne den ihm selbst verborgnen Wert, Am rohen Glück will ich das Edle rächen. Dem Armen sei das schönste Los beschert, Nur Liebe darf der Liebe Blume brechen. Der schönste Schatz gehört dem Herzen an, Das ihn erwidern und empfinden kann.?

Ein Gedichte zum Valentinstag von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

Liebesgedicht: Sehnsucht

Sehnsucht

Ach, aus dieses Tales Gründen, Die der kalte Nebel drückt, Könnt ich doch den Ausgang finden, Ach wie fühlt ich mich beglückt! Dort erblick ich schöne Hügel, Ewig jung und ewig grün! Hätt ich Schwingen, hätt ich Flügel, Nach den Hügeln zög ich hin. Harmonien hör ich klingen, Töne süsser Himmelsruh, Und die leichten Winde bringen Mir der Düfte Balsam zu, Goldne Früchte seh ich glühen, Winkend zwischen dunkelm Laub, Und die Blumen, die dort blühen, Werden keines Winters Raub. Ach wie schön muss sichs ergehen Dort im ewgen Sonnenschein, Und die Luft auf jenen Höhen, O wie labend muss sie sein! Doch mir wehrt des Stromes Toben, Der ergrimmt dazwischen braust, Seine Wellen sind gehoben, Dass die Seele mir ergraust. Einen Nachen seh ich schwanken, Aber ach! der Fährmann fehlt. Frisch hinein und ohne Wanken, Seine Segel sind beseelt. Du musst glauben, du musst wagen, Denn die Götter leihn kein Pfand, Nur ein Wunder kann dich tragen In das schöne Wunderland.

Ein Liebesgedicht von Johann Christoph Friedrich von Schiller 1759-1805

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