Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Liebesgedichte von Gottfried August Bürger

Biografie von Gottfried August Bürger

Der am 31. Dezember 1747 in Molmerswende geborene Gottfried August Bürger war ein typischer Vertreter der sogenannten Sturm und Drang Epoche, auch Zeit der Aufklärung genannt. Zu seinen bekanntesten Werken zählen zweifellos die abenteuerlichen Erlebnisse des Freiherrn von Münchhausen. Für den Sohn eines Landpfarrers war es nicht selbstverständlich eine höhere Bildung zu erlangen. Dem Einsatz seines Großvaters, der das hohe intellektuelle Potenzial des Enkels erkannte, war es zu verdanken, dass Bürger überhaupt eine höhere Schule besuchen konnte. So ging er ab 1760 zur Stadtschule von Aschersleben, die ihn allerdings aufgrund eines Spottschreibens der Schule verwies. Wieder war es sein Großvater, der es ihm ermöglichte das Pädagogikum in Halle zu besuchen und später ein Theologiestudium zu absolvieren. Im Anschluss daran studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen.

Bis zu seinem Tode war Bürger Redner der Freimaurerloge. Er war dreimal verheiratet, wobei nur die mittlere Ehe glücklich, wennauch sehr kurz war. Nach dem Tod seiner ersten Frau, die im Kindbett verstorben war, heiratete er deren jüngere Schwester, die er bereits seit seiner ersten Ehe unsterblich liebte. Leider verstarb auch sie an den Folgen einer komplizierten Geburt.

Die Universität Göttingen erteilte ihm bei ihrem 50-jährigen Jubiläum die philosophische Doktorwürde, wobei er außerdem zum außerordentlichen Professor ernannt wurde. Ein Gehalt erhielt er dadurch aber nicht. Seine finanzielle Situation blieb bis zum Tode kritisch. Ebenso sein Ansehen als Autor. Zudem setzte ihm die heftige Kritik des Zeitgenossen Schiller sehr zu. Seinen Lebensunterhalt erwirtschaftete er maßgeblich durch die Übersetzungen für auswärtige Buchhändler. Als er durch eine Schwindsucht Erkrankung zudem noch seine Stimme verlor und keine Vorlesungen an der Universität mehr halten konnte, versiegte auch die Einnahmequelle durch die Kollegiengelder. Das Kuratorium bewilligte eine einmalige Zahlung von 50 Talern.

August Bürger verstarb am 8. Juni 1994. Bürger hatte zwei Söhne und zwei Töchter.
Liebesgedicht: Der versetzte Himmel

Der versetzte Himmel

Licht und Luft des Himmels zu erschauen, Wo hinan des Frommen Wünsche schweben, Muß dein Blick sich über dich erheben, Wie des Betenden voll Gottvertrauen. Unter dir ist Todesnacht und Grauen. Würde dir ein Blick hinab gegeben, So gewahrtest du mit Angst und beben Das Gebiet der Höll' und Satans Klauen. Also spricht gemeiner Menschenglaube. Aber wann aus meines Armes Wiege Mollys Blick empor nach meinem schmachtet: Weiß ich, daß im Auge meiner Taube Aller Himmelsseligkeit Genüge Unter mir der trunkne Blick betrachtet.

Ein Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

Gedichte zum Valentinstag: Die Unvergleichliche

Die Unvergleichliche

Welch Ideal aus Engelsphantasie Hat der Natur als Muster vorgeschwebet, Als sie die Hüll' um einen Geist gewebet, Den sie herab vom dritten Himmel lieh? O Götterwerk! Mit welcher Harmonie Hier Geist in Leib und Leib in Geist verschwebet! An allem, was hienieden Schönes lebet, Vernahm mein Sinn so reinen Einklang nie. Der, welchem noch der Adel ihrer Mienen, Der Himmel nie in ihrem Aug' erschienen, Entweiht vielleicht mein hohes Lied durch Scherz. Der kannte nie der Liebe Lust und Schmerz, Der nie erfuhr, wie süß ihr Atem fächelt, Wie wundersüß die Lippe spricht und lächelt.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Gottfried August Bürger 1747-1794

Liebesgedicht: Auf die Morgenröte

Auf die Morgenröte

Wann die goldne Frühe, neugeboren, Am Olymp mein matter Blick erschaut, Dann erblass' ich, wein' und seufze laut: Dort im Glanze wohnt, die ich verloren! Grauer Tithon! Du empfängst Auroren Froh aufs neu', sobald der Abend taut; Aber ich umarm' erst meine Braut An des Schattenlandes schwarzen Thoren. Tithon! Deines Alters Dämmerung Mildert mit dem Strahl der Rosenstirne Deine Gattin, ewig schön und jung: Aber mir erloschen die Gestirne, Sank der Tag in öde Finsternis, Als sich Molly dieser Welt entriß.

Ein Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

Liebesgedicht: An die Liebe

An die Liebe

Einmal, meines Lebens Rest zu segnen, Laß mir noch ein Mädchen oder Weib, Göttin Liebe, laß mir eins begegnen, So gestaltet, so an Seel' und Leib Ausgeschmückt mit deinen goldnen Gaben, Daß ich armer, freudenloser Mann Mich an ihm von ganzem Herzen laben Und es lieben und verehren kann!

Ein Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

Liebesgedichte zum Valentinstag: Lied

Lied

Könnt' ich mein Liebchen kaufen Für Gold und Edelstein Und hätte große Haufen, Die sollten mich nicht reun. Schön Ding zwar ist's mit Golde; Wohl dem, der's haben kann! Doch ohne sie, die holde, Was Frohes hätt' ich dran? Ja, wenn ich der Regente Von ganz Europa wär' Und Liebchen kaufen könnte, So gäb' ich alles her. Vor Städten, Schlössern, Thronen Und mancher fetten Flur, Wählt' ich, mit ihr zu wohnen, Ein Hütt- und Gärtchen nur. Mein liebes Leben enden Darf nur der Herr der Welt. Doch dürft' ich es verspenden, So wie mein Gut und Geld: Dann gäb' ich gern, ich schwöre! Für jeden Tag ein Jahr, Da sie mein eigen wäre, Mein eigen ganz und gar!

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Gottfried August Bürger 1747-1794

Gedichte zum Valentinstag: Die Eine

Die Eine

Nicht selten hüpft, dem Finken gleich im Haine, Der Flattersinn mir keck vors Angesicht: Warum, warum bist du denn so auf eine, Auf eine nur bei Tag und Nacht erpicht? Ha! glaubst du denn, weil diese dir gebricht, Daß Liebe dich mit keiner mehr vereine? Der Gram um sie beflort dein Augenlicht; Und freilich glänzt durch diesen Flor dir keine. Die Welt ist groß, und in der großen Welt Blühn schön und süß viel Mädchen noch und Frauen. Du kannst dich ja in manches Herz noch bauen. - Ach, alles wahr! Vom Rhein an bis zum Belt Blüht Reiz genug auf allen deutschen Auen. Was hilft es mir, dem Molly nur gefällt?

Ein Gedichte zum Valentinstag von Gottfried August Bürger 1747-1794

Liebesgedichte zum Valentinstag: Liebe ohne Heimat

Liebe ohne Heimat

Meine Liebe, lange wie die Taube Von dem Falken hin und her gescheucht, Wähnte froh, sie hab' ihr Nest erreicht In den Zweigen einer Götterlaube. Armes Täubchen! Hart getäuschter Glaube! Herbes Schicksal, dem kein andres gleicht! Ihre Heimat, kaum dem Blick gezeigt, Wurde schnell dem Wetterstrahl zum Raube. Ach, nun irrt sie wieder hin und her! Zwischen Erd' und Himmel schwebt die Arme, Sonder Ziel für ihres Flugs Beschwer. Denn ein Herz, das ihrer sich erbarme, Wo sie noch einmal, wie einst, erwarme, Schlägt für sie auf Erden nirgends mehr.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Gottfried August Bürger 1747-1794

Valentinstag Liebesgedicht: An das Herz

An das Herz

Lange schon in manchem Sturm und Drange Wandeln meine Füße durch die Welt. Bald den Lebensmüden beigesellt, Ruh' ich aus von meinem Pilgergange. Leise sinkend faltet sich die Wange; Jede meiner Blüten welkt und fällt. Herz, ich muß dich fragen: Was erhält Dich in Kraft und Fülle noch so lange? Trotz der Zeit Despotin Allgewalt Fährst du fort, wie in des Lenzes Tagen, Liebend wie die Nachtigall zu schlagen. Aber ach! Amanda hört es kalt, Was verblühte Lippen Holdes sagen. - Herz, ich wollte, du auch würdest alt!

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

Valentinstag Liebesgedicht: Trauerstille

Trauerstille

O wie öde, sonder Freudenschall, Schweigen nun Palläste mir wie Hütten, Flur und Hain, so munter einst durchschritten, Und der Wonnesitz am Wasserfall! Todeshauch verwehte deinen Hall, Melodie der Liebesred' und Bitten, Welche mir in Ohr und Seele glitten, Wie der Flötenton der Nachtigall. Leere Hoffnung! Nach der Abendröte Meines Lebens einst im Ulmenhain Süß in Schlaf durch dich gelullt zu sein! Aber nun, o milde Liebesflöte, Wecke mich beim letzten Morgenschein Lieblich, statt der schmetternden Trompete.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

Valentinstag Liebesgedicht: Das neue Leben

Das neue Leben

Eia! wie so wach und froh, Froh und wach sind meine Sinnen! O, von welcher Sonne floh Meines Lebens Nacht von hinnen? Wie so holden Gruß entbot Mir das neue Morgenrot! Mein erheitertes Gesicht Siehet Paradiese blühen! Welche Töne! Hör' ich nicht Aller Himmel Melodieen? O wie süß erfüllt die Luft Edens Amarantenduft! Evan! bist du mir so nah', Mir so nah bei jedem Mahle? Kehrst du in Ambrosia Und in Nektar diese Schale? Geber der Ambrosia Und des Nektars, mir so nah'? Liebe! deine Wunderkraft Hat mein Leben neu geboren, Hat zu hoher Götterschaft Mich hienieden schon erkoren! Ohne Wandel! ewig so! Ewig jung und ewig froh!

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Gottfried August Bürger 1747-1794

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