Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Liebesgedichte von Eduard Mörike

Liebesgedichte von Eduard Mörike

Am 8. September 1804 als siebtes Kind in Ludwigsburg geboren, hatte Eduard Mörike zeitlebens eine starke Bindung an die Familie. Zunächst an die eigene Familie, in der sich besonders die Mutter um die Kinder kümmerte, in der aber auch der Vater für die Kinder da war. Seine erste große Liebe fand Mörike mit 25 Jahren. Doch schon nach kurzer Zeit mussten sich die frisch Verlobten wieder trennen, da Mörike versetzt wurde. In dieser Zeit der unfreiwilligen Trennung schrieb er so manches noch heute bekannte Liebesgedicht. Seinen Brotberuf, evangelischer Pfarrer, mochte Mörike nie sonderlich. Zwar fiel es ihm schwer, seine Gefühle zu äußern, als Literat konnte er sie aber in Form Liebeslyrik niederschreiben. Eine Leidenschaft, der der Dichter Zeit seines Lebens nachging.

Liebesgedichte zum Valentinstag: Zu viel

Zu viel

Der Himmel glänzt vom reinsten Frühlingslichte, Ihm schwillt der Hügel sehnsuchtsvoll entgegen, Die starre Welt zerfließt in Liebessegen, Und schmiegt sich rund zum zärtlichsten Gedichte. Am Dorfeshang, dort bei der luftgen Fichte, Ist meiner Liebsten kleines Haus gelegen ? O Herz, was hilft dein Wiegen und dein Wägen, Dass all der Wonnestreit in dir sich schlichte! Du, Liebe, hilf den süßen Zauber lösen, Womit Natur in meinem Innern wühlet! Und du, oh Frühling, hilf die Liebe beugen! Lisch aus, o Tag! Lass mich in Nacht genesen! Indes ihr sanften Sterne göttlich kühlet, Will ich zum Abgrund der Betrachtung steigen.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Eduard Mörike 1804 - 1875

Gedichte zum Valentinstag: Im Weinberg

Im Weinberg

Droben im Weinberg, unter dem blühenden Kirschbaum saß ich Heut, einsam in Gedanken vertieft; es ruhte das Neue Testament halboffen mir zwischen den Fingern im Schosse, Klein und zierlich gebunden: (es kam vom treuesten Herzen Ach! du ruhest nun auch, mir unvergessen im Grabe!) Lang so saß ich und blickte nicht auf; mit einem da lässt sich Mir ein Schmetterling nieder aufs Buch, er hebet und senket Dunkele Flügel mit schillerndem Blau, er dreht sich und wandelt Hin und her auf dem Rande. Was suchst du, reizender Sylphe? Lockt die purpurne Decke dich an, der glänzende Goldschnitt? Sahst du, getäuscht, im Büchlein die herrlichste Wunderblume? Oder zogen geheim dich himmlische Kräfte hernieder Des lebendigen Worts? Ich muss so glauben, denn immer Weilest du noch, wie gebannt, und scheinst wie trunken, ich staune! Aber von nun an bist du auf alle Tage gesegnet! Unverletzlich dein Leib, und es altern dir nimmer die Schwingen. Ja, wohin du künftig die zarten Füße wirst setzen Tauet Segen von dir. Jetzt eile hinunter zum Garten, Welchen das beste der Mädchen besucht am frühesten Morgen, Eile zur Lilie du - alsbald wird die Knospe sich öffnen Unter dir; dann küsse sie tief in den Busen: von Stund an Göttlich befruchtet, atmet sie Geist und himmlisches Leben. Wenn die Gute nun kommt, vor den hohen Stängel getreten, Steht sie befangen, entzückt von paradiesischer Nähe, Ahnungsvoll in den Kelch die liebliche Seele versenkend.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Eduard Mörike 1804 - 1875

Liebesgedicht: An die Geliebte

An die Geliebte

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt, Mich stumm an deinem heilgen Wert vergnüge, Dann hör ich recht die leisen Atemzüge Des Engels, welcher sich in dir verhüllt. Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt Auf meinem Mund, ob mich kein Traum betrüge, Dass nun in dir, zu ewiger Genüge, Mein kühnster Wunsch, mein einzger, sich erfüllt? Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn, Ich höre aus der Gottheit nächtger Ferne Die Quellen des Geschicks melodisch rauschen. Betäubt kehr ich den Blick nach oben hin, Zum Himmel auf ? da lächeln alle Sterne; Ich knie, ihrem Lichtgesang zu lauschen.

Ein Liebesgedicht von Eduard Mörike 1804 - 1875

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