Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Liebesgedichte von Christian Morgenstern

Christian Morgenstern – genialer Sprachphilosoph

Christian Otto Josef Wolfgang Morgenstern (06. Mai 1871 – 31. März 1914) war ein unglaublich vielfältiger Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Lektor. Als Sohn zweier Landschaftsmaler stilisiert er in vielen Versen Naturausdrücke und verarbeitet darin die verborgenen Sinnesregungen seines Seelenlebens. Dies ist beispielsweise in seinem Liebesgedicht „Hier im Wald mit Dir zu liegen“ eindrucksvoll zu erkennen. Christian Morgenstern hält eigene Stimmungseindrücke voller Liebe mit Wortspielereien scharfsinnig und nachdenklich in seinen Werken fest. Dieser zeitweilige Zeitkritiker distanziert sich ausdrücklich vom Antisemitismus und schreibt weder zynische noch verletzende Texte, viel eher drückt er seine Gefühle heiter und grotesk aus. Auch heute noch findet man seine nachdenklichen und gescheiten Werke in Schulbüchern, auf Plakaten und wissenschaftlichen Publikationen sowie in Bus und Bahn.

Valentinstag Liebesgedicht: Licht ist Liebe

Licht ist Liebe

Licht ist Liebe. Sonnen - Weben Liebes - Strahlung einer Welt schöpferischer Wesenheiten - die durch unerhörte Zeiten uns an ihrem Herzen hält, und die uns zuletzt gegeben ihren höchsten Geist in eines Menschen Hülle während dreier Jahre: da Er kam in Seines Vaters Erbteil - nun der Erde innerlichstes Himmelsfeuer: dass auch sie einst Sonne werde.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Gedichte zum Valentinstag: Hier im Wald mit dir zu liegen

Hier im Wald mit dir zu liegen

Hier im Wald mit dir zu liegen, moosgebettet, windumatmet, in das Flüstern, in das Rauschen leise liebe Worte mischend, öfter aber noch dem Schweigen lange Küsse zugesellend, unerschöpflich - unersättlich, hingegebne, hingenommne, ineinander aufgelöste, zeitvergessne, weltvergessne. Hier im Wald mit dir zu liegen, moosgebettet, windumatmet.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Liebesgedichte zum Valentinstag: Leere

Leere

Mein Herz ist leer, ich liebe dich nicht mehr. Erfülle mich! Ich rufe bitterlich nach dir. Im Traume zeig dich mir und neig dich zu mir her! Erfülle mich mit dir auf ewiglich! Ich trag's nicht mehr, - ich liebe dich zu sehr.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Liebesgedichte zum Valentinstag: Liebeslied

Liebeslied

Ich bin eine Harfe Mit goldenen Saiten, Auf einsamem Gipfel über die Fluren Erhöht. Du lass die Finger leise Und sanft darübergleiten, Und Melodien werden Aufraunen und aufrauschen, Wie nie noch Menschen hörten. Das wird ein heilig Klingen über den Landen sein. Ich bin eine Harfe Mit goldenen Saiten, Auf einsamem Gipfel über die Fluren Erhöht, Und harre Deiner, Oh Priesterin! Dass meine Geheimnisse Aus mir brechen Und meine Tiefen Zu reden beginnen Und wie ein Mantel Meine Töne Um Dich fallen - Ein Purpurmantel Der Unsterblichkeit.

Ein Liebesgedichte zum Valentinstag von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Gedichte zum Valentinstag: Genug oft

Genug oft

Genug oft, dass zwei Menschen sich berühren, - nicht leiblich, geistig nur - dass sie sich sehn, dass sie sich einmal gegenüberstehn ? um sich danach auf immer zu verlieren. Genug oft, dass ein Lächeln zweier Seelen vermählt - oh nicht vermählt! Nur dies: sie führt, so voreinander schweigend und erschüttert, dass ihnen alle Wort' und Wünsche fehlen, und jede, unaussprechlich angerührt, nur tief vom Zittern der verwandten zittert.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Gedichte zum Valentinstag: Deine Rosen an der Brust

Deine Rosen an der Brust

Deine Rosen an der Brust sitz ich unter fremden Menschen, lass sie reden, lass sie lärmen, jung Geheimnis tief im Herzen. Wenn ich einstimm in ihr Lachen ist's das Lachen meiner Liebe; wenn ich ernst dem Nachbar lausche, lausch ich selig still nach innen. Einen ganzen langenAbend muss ich fern dir, Liebster, weilen, küssend heimlich, ohne Ende, Deine Rosen an der Brust.

Ein Gedichte zum Valentinstag von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Liebesgedicht: Schnauz und Miez

Schnauz und Miez

Ri-ra-rumpelstiez, wo ist der Schnauz, Wo ist die Miez? Der Schnauz, der liegt am Ofen und leckt sich seine Pfoten. Die Miez, die sitzt am Fenster und wäscht sich ihren Spenzer. Rumpeldipumpel, schnaufeschnauf, da kommt die Frau die Treppe rauf. Was bringt die Frau dem Kätzchen? Einen Knäul, einen Knäul, mein Schätzchen, einen Knäul aus grauem Wollenflaus, der aussieht wie eine kleine Maus. Was bringt die Frau dem Hündchen? Ein Halsband, mein Kindchen, ein Halsband von besondrer Art, auf welchem steht: Schnauz Schnauzebart. Ri-ra-rumpeldidaus, und damit ist die Geschichte aus.

Ein Liebesgedicht von Christian Morgenstern 1871 - 1914

Valentinstag Liebesgedicht: An * *

An * *

Da steht man nun in fremder Stadt allein mit dem, was man gefehlt und man getan, und den man liebt, der will nicht bei dir sein und wandelt eigenwillig eigne Bahn. Und einer Liebe wunderreicher Hort bleibt unerschöpft und ewig unerlebt; ich stehe einsam hier, du einsam dort, und sind im Tiefsten doch so ganz verwebt.

Ein Valentinstag Liebesgedicht von Christian Morgenstern 1871 - 1914

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