Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Sehnsuchtsvolle Tage und sinnliche Nächte

Sobald der neue Tag heraufzog und die ersten Strahlen der Sonne durch die Ritzen in der Jalousie bizarre Muster auf ihre glatte Haut malten, erwachte sie. Die Erinnerung an den vergangenen Abend und die darauffolgende Nacht malten ein bezauberndes Lächeln auf ihr verschlafenes Gesicht. Noch schlaftrunken rekelte sie sich; sie hatte nicht mehr als drei oder 4 Stunden im Bett verbracht, und doch hielt sie die freudige Erwartung auf den kommenden Tag keine Minute länger in den Federn. Sie zog die Jalousien hoch, ungeachtet ob man sie von draußen hier so splitternackt wie Gott sie schuf am Fenster sehen konnte oder nicht.

Wenn schon - sie konnte es sich erlauben. Ihr wunderschöner, fester Körper war es wert nicht unter weiter Kleidung versteckt zu werden. Und schließlich war es ja genau dieser Anblick hier an diesem Fenster gewesen, der das traumhafte Erlebnis der vergangenen Nacht erst ermöglicht hatte.

Einen Moment lang schien es ihr, als müsse sie sich tatsächlich vergewissern, dass die Stunden, die sie verlebt hatte nicht tatsächlich bloß ein Traum gewesen waren. Sie sah sich im Zimmer um, nein, seine Krawatte, die er im Dunkeln nicht wiedergefunden hatte lag noch immer am Rand des Bettes.
Gedankenverloren hob sie sie auf und vergrub die Nase im weichen Stoff. Sie verspürte den schwachen Duft, der davon ausging und berauschte sich daran. Schöner als der Duft einer Rose und prickelnder als Sekt kitzelte der Geruch dieses geliebten Mannes sie in der Nase. Kitzelte alle ihre Sinne, kitzelte sie zwischen den Beinen. So plötzlich erregt war sie fast schon wieder geneigt sich zurück ins Bett zu legen, sich sanft zu streicheln und sich dabei vorzustellen, es wären seine Hände, die noch vor so kurzer Zeit voller Zärtlichkeit und Hingabe über ihren Körper geglitten waren...

Verstohlene Blicke und geraubte Stunden

Ihr Blick flog zum Balkon des Hauses gegenüber. Hinter der großen Glastür verbarg sich das Schlafzimmer des Mannes, der sie schon so lange heimlich beobachtet hatte, ohne dass sie es geahnt hatte. Nun war sie es, die verstohlen ihre Blicke hinüberwandern ließ. Hinter der Gardine erkannte sie die Umrisse einer Frau, die offensichtlich dabei war die Betten frisch zu beziehen. Sie wandte sich vom Fenster ab.
Natürlich wusste sie, dass er in festen Händen war. Sie hatte es gewusst lange bevor sie sich das erste Mal getroffen hatten. Dennoch war der Anblick seiner Frau ihr in diesem Augenblick höchst unangenehm. Er schmerzte sie sogar ein wenig. Aber wie auch immer - spätestens am nächsten Wochenende würde er wieder ihr gehören. Und in der Zwischenzeit führte sie ihr Leben, frei und ungebunden und wild. Sie war es gewohnt zu bekommen was sie wollte und zu nehmen was ihr gefiel. Auch und ganz besonders in Bezug auf Männer. Hemmungen oder falsche Moralvorstellungen kannte sie nicht. Sie war ganz Kind ihrer Zeit, genoss ihre Unabhängigkeit und die sexuelle Freiheit in vollen Zügen.

Trotz des Stichs, den sie eben noch verspürt hatte fühlte sie sich der Frau von gegenüber überlegen. Sie war unabhängig, konnte tun und machen was sie wollte. Sie hatte es nicht nötig einem Mann den Haushalt zu führen, das Essen zubereiten oder die Socken zu waschen. Sie nahm sich einfach was ihr guttat. Was sie von sich aus bereit war zu geben, dass bestimmte sie ganz allein selbst. Was sie im Gegenzug gab, das konnte sich allerdings sehen lassen.

Unter dunklen Locken blitzten ihre Augen

Unter dunklen Locken blitzten verführerische Raubtieraugen. Elegant und geschmeidig wie der Gang einer Raubkatze waren ihre Bewegungen. Ihr Leib war durchtrainiert und aufreizend weiblich mit seinem perfekten Zusammenspiel von definierten Muskeln und sanften Rundungen. Jeder Zoll ihres Körpers verriet Kraft, Durchsetzungsvermögen und Sinnlichkeit. Ohne den Anflug eines schlechten Gewissens beobachtete sie die Ehefrau im Haus gegenüber bei der Arbeit während sie sich der Erinnerung an deren Mann und den Genuss verbotener Früchte hingab.

Er hatte sie abgepasst an diesem Morgen, gestern in aller Frühe. Er hatte sich ein Herz gefasst, nachdem er sie so viele Male heimlich beobachtet hatte. Sie hatte ihm die Sinne verwirrt, ihn nachts nicht mehr schlafen lassen, ihn all seine Pflichten und Gewohnheiten vergessen lassen.

Schüchtern fasste er sich ein Herz, als sie aus dem Haus kam. Er sprach sie an. Ihr Blick bohrte sich in seine Augen, machte ihm Angst und erregte ihn doch zugleich aufs Höchste. Er überspielte seine Schüchternheit und bat sie um ein Rendezvous an diesem Abend. Sie maß ihn kurz und professionell und sagte ohne Umschweife zu. Er spürte den prüfenden Blick auf seinem Körper, straffte sich unbewusst und nannte ihr die Adresse eines kleinen, verschwiegenen Restaurant in der Nähe. Wenn einem so appetitliche Täubchen gebraten vor den Mund fliegen und zudem noch die Aussicht auf mehr versprechen, wie könnte sie ablehnen?

Kalte Tage, heiße Nächte

Es fiel ihr schwer, sich den langen, kalten Tag über in Geduld zu üben und auf den Abend und eine möglicherweise heiße Nacht zu warten. Nach Feierabend stürmte sie in ihr Schlafzimmer. Sie zog das aufreizendste Sommerkleid aus dem Schrank, das sie besaß. Dazu die mörderisch hohen Stilettos, die ihre Beine so sehr in Geltung brachten, dass sie dafür beinahe einen Waffenschein gebraucht hätte. Ein wenig Schmuck um die schmalen Handgelenke und den biegsamen Hals zu betonen und sie war fertig. Die Haare blieben offen und wallte um ihren Kopf wie die Mähne eines Löwen.
Der Raubzug konnte beginnen.

Als sie Minuten später das Restaurant betrat, war er schon da. Er saß an einem der hinteren Tische und wartete sehnsüchtig auf sie. Lasziv mit der gelangweilten Eleganz einer Großkatze durchschritt sie den Raum und ging auf ihn zu. Sie beugte sich über ihn und gab ihm zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange. Ihr weit ausgeschnittenes Dekolleté streifte beinahe sein Gesicht. Der leichte Stoff verrutschte und ließ die kleinen festen Brustwarzen erahnen. Er erschauerte noch bevor er etwas sagen konnte. Sie kannte diese Wirkung auf Männer genau, tat aber so als hätte sie nichts bemerkt. Sie nahm ihm gegenüber Platz, schlug die langen Beine gekonnt über einander und gab beiläufig ihre Bestellung auf. Sie war hungrig. Hungrig auf ihn, aber ein gutes Essen und ein gepflegtes Glas Wein würde ihre Stimmung und seine sicher noch anheizen.

Er warf sie auf die kühlen Seidenlaken

Die obligatorische Frage "zu mir oder zu dir?" erübrigte sich in diesem Falle wohl. Sie parkten den Wagen ein wenig abseits in einer Seitenstraße. Durch den Hintereingang ließ sie ihn ins Haus und zog ihn an der Krawatte die Treppe hinauf zu ihrer Wohnung. Sie verschloss die Tür hinter ihm lehnte sich auffordernd an die Wand und überließ es nun ihm sie zu packen, zu küssen, ihren Körper zu streicheln und zu liebkosen und ihr Bett zu finden. Er warf sie auf die kühlen Seidenlaken und öffnete gierig mit einer Hand die Knöpfe ihres Kleides, während die andere die zarte Haut ihre Brüste und die Innenseiten ihre Schenkel streichelte.

Mit ihrer kühlen Selbstbeherrschung war es dahin, als er begann mit der Zungenspitze von ihren Ohrläppchen zum Hals und hinab bis zu den Brüsten zu fahren. Voller Ungeduld riss sie ihm beinahe seinen teuren Anzug vom Leib, öffnete hastig das Hemd, streifte den Stoff von seinen Muskeln, entblößte einen aufregend, männlichen Oberkörper und zog ihn zu sich hinunter. Sie bog den Körper durch, bäumte sich ihm entgegen, umschlang ihn mit Armen und Beinen als er in sie eindrang als wolle sie ihn nie wieder loslassen.

Als sie unter ihm kam liebte sie Ihn. Sie kannte dieses Gefühl, diese kurze Illusion völliger Hingabe. Sie hatte es oft erlebt und wusste aus Erfahrung, dass diese aufwallende Emotion auch wieder verging. Dennoch war es diesmal ganz anders. Es blieb das Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Geborgenheit und sie wusste nicht ob sie darüber glücklich oder traurig sein sollte. Sie blickte in seine Augen und erkannte darin dieselbe Frage: wie wird es weitergehen? Zu erkennen, dass er ebenso empfand wie sie, dass eine Übereinstimmung ihrer Gefühle bestand, beruhigte sie. Wenn es auch nur diese Ungewissheit war, die sie verband, so konnte sie ihn doch in der Gewissheit gehen lassen, dass sie sich wiedersehen und die Beziehung in unendlichen sinnlichen Nächten fortführen würden. Er huschte hinaus in die Dunkelheit und sie ging zurück zum Fenster und konnte noch beobachten wie er im Haus gegenüber die Vorhänge zuzog

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