Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Eine Tropische Sommernacht

Als sie sich endlich aus ihrem weichen Bett aus Moos erhoben, dämmerte es bereits. Über der Skyline der Stadt ging eine kalte Morgensonne auf. Zu schwach um jetzt schon die Hitze der vergangenen Nacht zu vertreiben aber kühl genug um einen langen, nüchternen Tag anzukündigen. Vor ihnen lag eine neue Arbeitswoche und hinter ihnen die aufregendste Nacht ihres Lebens. Hier oben, versteckt zwischen den Buchen auf den Hügeln über der Stadt zog der neue Tag langsamer herauf als unten zwischen den Häusern, die bereits in gleißendem Sonnenlicht lagen.

Sie umarmten sich ein letztes Mal und küssten sich, strichen sich gegenseitig kleine Zweige und Blätter aus dem Haar und zogen sich dann hastig an. Wie zwei ausgelassene Teenager liefen Sie lachend und voller Vorfreude auf das nächste Wochenende den schmalen Pfad vom Hügel hinab, hielten sich an den Händen und erreichten den Parkplatz wo seit dem vergangenen Abend sein Auto auf die Rückkehr der beiden wartete.

Er brachte sie noch bis zur nächsten Bushaltestelle, verabschiedete sie mit erwartungsvollem Blick und fuhr dann weiter bis zu seiner Arbeitsstätte am anderen Ende der Stadt. Dass sein Outfit ziemlich zerknittert war, störte ihn nicht und war auch kein Problem. Was er für seine Arbeit als Chemiker benötigte, war ein Schutzanzug und ein Kittel und die lagen beide im Vorraum seines Labors. Der Bus kam wenige Augenblicke nachdem sie das Auto verlassen hatte. Sie stieg ein, setzte sich auf einen leeren Platz am Fenster, blickt in die Morgensonne hinaus während der Bus sie zur Uni brachte und ging in sehnsüchtigen Gedanken den vergangenen Abend noch einmal durch: Sie hatten sich auf dem Heimatfest getroffen. Es war eine warme Augustnacht, fast tropisch. Bei einem guten Glas Wein wollten Sie Ihr zufälliges Wiedersehen feiern. Aus dem einen Glas waren freilich mehr geworden, ebenso wie aus der ersten Wiedersehensfreude...

Alte Liebe rostet nicht

Sie kannten sich noch aus Schultagen. Er war ein paar Klassen über ihr gewesen. Dennoch hatten sie auch an den Nachmittagen oft miteinander zu tun gehabt, da sie Mitglieder im selben Sportverein gewesen waren. Sie hatten sich immer sehr gemocht, waren sich sympathisch gewesen. Mehr ist daraus aber nie entstanden, obwohl er mehr als einmal daran gedacht hatte. Sie war damals viel zu jung gewesen für eine Beziehung, und er war seinerseits zu jung um zu erkennen, dass sie mehr noch nicht wollte. Er hatte ihr ein paar mal kleine Liebesbotschaften und heiße Liebessprüche auf Zettelchen geschrieben, kurze Liebesgedichte und Sprüche, die er selbst irgendwo aufgeschnappt hatte, dann aber doch nie abgeschickt.

An der kleinen, gemütlichen Bierbude zwischen Autoscooter und Kettenkarussell tauschten sie Erinnerungen aus. Sie mussten näher zusammenrücken, um sich zu verstehen. Die Musik, der Lärm und die vielen Menschen um sie herum drängten Sie aneinander. Der Funke, der schon immer zwischen ihnen geschwelt hatte, glühte neu auf. Zudem war die laue Sommernacht wie gemacht dafür, aufkeimende Leidenschaften in leicht entflammbaren Herzen zum lodern zu bringen. Ein inneres Feuer erhitzte sie, heißer als die tropische Sommernacht und lauter als der Lärm um sie herum. Als sie den Trubel längst nicht mehr wahrnahmen, wurde aus der Frage “zu mir oder zu dir?“ sein Versprechen “ich werde dir den schönsten Ort der Welt zeigen!“ Neugierig, widerstandslos, aufgeregt und erregt ließ sich an die Hand nehmen und sich führen wie ein Schulmädchen.

Sie war eigentlich nicht der Typ, der sich abschleppen ließ. Aber dieser Mann begeisterte sie so sehr und schien ihr so vertrauenswürdig, dass sie gern bereit war sich ihm einfach zu überlassen. In jeder Hinsicht! Sie fühlte sich wie in einem heißen, wilden Tango gefesselt, berauscht, herumgewirbelt und doch so sicher gehalten in seinen starken Armen, dass es ihr ein wahres Vergnügen war sich einfach fallen und führen zu lassen. Eine Nacht voller Sterne Er hatte den Wagen außerhalb der Stadt auf dem kleinen Parkplatz am Fuße des Hügels geparkt. Eigentlich hätte er nicht mehr fahren dürfen. Aber die Straßen waren leer gewesen, keine Streife weit und breit zu sehen. Die Leidenschaft hatte seine Sinne klar gemacht, jedenfalls meinte er das. Er war hellwach und zugleich wie in einem Traum gefangen bei dem Gedanken an das, was diese Nacht Ihnen beiden noch bringen würde. Der Himmel war sternenklar und der Mond schien auf den Weg, so dass sie beide nicht ins Stolpern gerieten während sie sich eng umschlungen Schritt für Schritt zu dem Platz bewegten, den er ihr als den Schönsten der Welt beschrieben hatte.

Er hatte nicht übertrieben! Er half ihr, sich in das weiche Moos zu setzen und neben ihm eröffnete sich ihr ein atemberaubender Blick über die nächtlich beleuchtete Stadt. Noch hier oben war die Musik der Kirmes und der fröhliche Lärm der Menschen zu hören. Vertraut nahe und doch weit genug entfernt um sich unbeobachtet und ungestört einander hingeben zu können wurde die Musik des Festes und die vertraute Geborgenheit der Natur zu einer Kulisse, die sich zusammen mit den Ereignissen dieser Nacht als ein unvergessliches Theaterspiel der Liebe in ihre Erinnerung brannte. Sie bestaunte noch die Schönheit des Ausblicks und des Moments, als er sie sanft in das Bett aus Moos und Blättern zog, sie auf den Rücken legte und so sie sanft küsste, dass sie beinahe nicht merkte, dass er ihr den Slip unter dem leichten Sommerkleid längst herunter gestreift hatte. Fast unwirklich weiß schimmerte ihre nackte Haut im Mondlicht. Ein leichtes Frösteln überzog sie, das aber eher ihrer Lust entsprang als der Nachtluft.

Rauer Sturmwind der Lust, sanfte Brise der Liebe

Seine Hände wanderten über ihren Körper. Das Streicheln wurde fester, fordernder. Sie fühlte sich wie ein gefangenes Reh, aber sie wehrte sich nicht gegen die Gier des Wolfes, der sie überwältigte. Als sie spürte, dass er befürchtete sie zu überrumpeln gab sie ihm ein Zeichen. Zog seinen Mund auf ihren herab, biss ihn, wälzte seinen Leib auf ihren und öffnete ihm das Tor zum Himmel. Durch den Schleier seiner Haare und die Lücken im Blätterdach der Bäume sah sie die Sterne. Sie hörte den verschreckten Ruf eines aufgescheuchten Vogels, seinen heißen Atem, ihr Blut, das längst nicht mehr im Rhythmus der Musik aus der weit entfernten Stadt pulsierte.

In einem harmonischen Gleichtakt der Herzen galoppierten sie wie wilde Pferde durch die Nacht. Sir rannten bis an den Rand eines Abgrunds. Sie verlangsamten ihren wilden Ritt nicht, als sich die tiefe Schlucht vor ihnen auftat. In wortloser Übereinstimmung stießen sie sich vom Boden ab als sie den scharfen Rand der Klippen berührten. Sie sprangen mitten hinein. Verloren den Boden unter den Füssen, wohlwissend dass ihre Liebe sie sicher trug und sie nicht hart aufschlagen würden. Sie hörten das Rauschen des Blutes in in ihren Ohren wie die Brandung wilder Wellen und wie den Wind, der ihren freien Fall begleitete. Ein rauer Sturmwind der Lust schüttelte ihre Körper und zerrte an ihren Gliedern. Mit zum Bersten gespannten Muskeln genossen sie die Kraft ihres Sprunges, die Macht ihrer Leidenschaft und das Abenteuer dieses Fluges...

Sie landeten schließlich sanft unter den tosenden Fluten eines Wasserfalls am Ende der Schlucht. Ihre Körper waren nass, erhitzt und erschöpft. Nebeneinander ließen sie sich fallen, griffen matt aber entschlossen nach einander, sicher sich niemals wieder loszulassen. Eine warme Brise streichelte so sanft sie wie in einem wahrgewordenen, romantischen Liebesgedicht. Sie drehten sich glücklich ihre Gesichter zu und blickten mit feucht-glänzenden Augen einander in die Seelen.

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