Liebes Gedichte 2017

Liebesgedichte 2017

Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft...

Sie war seine Traumfrau gewesen. Schon immer. Schon lange bevor aus ihnen beiden ein Paar geworden war. Und er war ihr Traummann gewesen. Zumindest hatte er das geglaubt. Fest und sicher. Ihre zahlreichen Liebesbotschaften, heißen Liebessprüche und die schönen Liebesgedichte, die sie ihm geschrieben hatte, ließen ihn fest an die Unsterblichkeit ihrer Beziehung glauben. Bis zu dem Tag, an dem sie ihm so scheinbar aus heiterem Himmel den Laufpass gegeben hatte und Schluss war. „Punkt aus, basta“, hatte sie gesagt und keine Aussprache, keine Diskussion mehr zugelassen.

Klar – sie hatten ein paar mal echt Trouble gehabt wegen der süßen Kleinen, der er ein bisschen Nachhilfe in Tennis gegeben hatte. Aber sonst? Und deswegen gleich Schluss machen? Wie konnte sie deswegen so eifersüchtig sein? Sie war doch seine große Liebe! Das mit der anderen war doch bloß ein bisschen Spaß, bloß Sex und hatte doch mit ihr gar nichts zu tun...

„Egal“, hatte er sich irgendwann gesagt: „Andere Mütter haben auch schöne Töchter“ und sich wieder den schönen Dingen des Lebens und der Freiheit als ungebundenem Single hingegeben. Seinen Trennungsschmerz hatte er - typisch Mann - in unzähligen One-Night-Stands ertränkt und den faden Nachgeschmack am Morgen, wenn er klammheimlich die Wohnungen seiner Gespielinnen verließ mit billigem Wein hinuntergespült. „Frauen erobern“ hieß sein neues Hobby. Es machte Spaß, war gut für sein Ego, seinen Aufmerksamkeit fordernden Körper und außerdem verspürte er bei jeder neuen Eroberung so etwas wie Rache an ihr.

Befreiendes Outing

Das ging eine Zeitlang gut. Ziemlich lange sogar. Ein ganzes Jahr gelang ihm dieser Selbstbetrug und die Unterdrückung der inneren Stimme, die doch immer lauter wurde und sich eines Abends in bierseliger Laune im Kreise seiner besten Freunde Gehör verschaffte. Wie ein Schuljunge sprudelte die aufgestaute Spannung und all sein Kummer aus den Tiefen seiner verletzten Männerseele hervor. Wie ein Damm brach die Mauer, die er aus Stolz und auch aus der Uneinsichtigkeit eigener Fehler um sein wundes Herz gezogen hatte.

Nüchtern hätte er sich diese Blöße, die er für völlig unmännlich hielt, nie gegeben. Nun war er erstaunt, wie befreiend dieses Outing war und wie selbstverständlich seine Freunde bereit waren, seelischen Beistand zu leisten. Noch erstaunlicher war allerdings, dass sie schmunzelnd zugaben gewusst zu haben, wie es immer um ihn gestanden habe und nur darauf gewartet hatten, dass er sich endlich seine Hörner abstoßen und zur Einsicht kommen würde.

Einige seiner Freunde waren die Partner der Freundinnen seiner Ex. Den gemeinsamen Freundeskreis hatte das Paar auch nach der Trennung nicht aufgegeben. So waren seine besten Kumpels durch ihre Partnerinnen natürlich auch bestens über den Seelenzustand der Ex informiert. Die hatte zwar aus Wut über die ständige Untreue ihres Lebensgefährten die Beziehung beendet, weil sie aus Achtung vor sich selbst diesen Zustand nicht mehr hinnehmen wollte, aber anfangs trotzdem sehr gelitten. Im Gegensatz zu ihm aber hatte sich sich von Beginn an gleich bei ihren Freundinnen ausgeheult, Trost und Zuspruch erfahren und war so recht schnell aus dem Tief wieder herausgekommen.

So war sie bereits nach kurzer Zeit in der Lage gewesen, ihre zerbrochene Beziehung neutral zu analysieren und zu begutachten, was wirklich gut und was schlecht daran gewesen war. Ihm war das nie gelungen. Ein falscher, männlicher Stolz hatte ihn erfolgreich daran gehindert eigene Fehler zu erkennen und zu ändern. Nun also waren seine Freunde es, die ihm den Kopf wuschen bis er wieder klar sah. Sie waren es auch, die ihm berichteten, dass noch längst nicht aller Tage Abend war was die gestörte Beziehung betraf. Es gab durchaus Chancen, die verlorene Ex zurück zu erobern. Und die standen nicht einmal schlecht!

Sie hatte geflucht und geweint aber sich schnell mit der Situation abgefunden und nach vorn geschaut. Das Leben ging ja schließlich weiter! Die anderen Männer warten doch schon! Das Leben hatte ihr allerlei zu bieten und sie griff danach. Auch sie erlebte ein paar lockere One-Night-Stands und erotische Verabredungen, aus denen sich keine weiteren Treffen ergaben. Im Gegensatz zu ihm aber war sie auch keineswegs an einer neuen, festen Beziehung interessiert, sondern genoss eine ungezwungene Zeit als Ausgleich zum überstanden Seelen-Stress. Mr Right würde ihr eines Tages schon über den Weg laufen ohne dass sie krampfhaft nach ihm suchte. Dessen war sie sich ganz sicher. Ganz nebenbei konnte sie aber die Schadenfreude über seine Eifersucht angesichts ihres Lebenswandels nicht erwehren. Ganz Weib sorgte sie natürlich auf ihre Weise und mit Hilfe ihrer Freundinnen dafür, dass er von jedem ihrer Treffen mit anderen Männern brühwarm auch erfuhr...

Wie ein Häufchen Elend

Nun also saß er wie ein Häufchen Elend zwischen seinen Kollegen und hörte, dass er von ihrer Beuteliste doch noch nicht ganz gestrichen war. Was sollte er tun? Die Aussicht auf einen Neubeginn der Beziehung überforderte ihn. Sollte er einfach zu ihr gehen? Was wenn sie nein sagte, oder gar nicht allein war? Einen Brief schreiben oder anrufen? So viel Mut brachte der starke Mann dann aber auch nicht auf. Schließlich waren es wieder seine Freunde, die ihm auch aus dieser Misere halfen. Sie hatten auf diese Gelegenheit seit langem gewartet und ließen ihn noch ein wenig am Gängelband laufen bevor sie ihm rieten sich zu duschen und sich was Ordentliches anzuziehen, da sie vorhatten ihn mit auf eine Fete zu schleppen.

Unnötig zu erwähnen, dass natürlich auch sie auf dieser Party sein würde. Klar auch, dass keiner der anwesenden Männer irgendwie interessant für sie war – bis auf den Einen!

Seine Freunde hatten ihn eindringlich gewarnt sich bloß keinen Mut anzutrinken – das konnte nur in die Hose gehen. Wenn er wirklich Ernst machen wollte, dann musste er einen nüchternen Kopf behalten, reumütig aber nicht untertänig vorgehen, romantisch aber nicht aufgesetzt handeln, forsch aber nicht überrumpelnd auftreten und vor allem nicht lallen und dummes Zeug erzählen!

Aufreizend wiegte sie die Hüften

Die schwierigste Aufgabe seines Lebens stand ihm bevor! Sie genoss die Blicke auf ihrem Körper während sie aufreizend vor ihm tanzte, die Hüften ihm Takt der Musik wog und sich mit beiden Händen durch die lange Mähne fuhr. Sie spürte die Stiche in seinem Herzen, wenn sie demonstrativ mit anderen Männern eng umschlungen tanzte. Sie blickte ihm durch den Schleier ihrer Haare ins Gesicht und signalisierte ihm Interesse. Siegessicher ließ sie ihn zappeln, gab ihm Zeichen, dass sie ansprechbar wäre, nur um sich im entscheidenden Moment mit Freundinnen zum Rauchen auf der Terrasse zurück zu ziehen. Sie genoss das Spiel wie eine Jägerin, wie die Katze, die mit der Maus spielt bevor sie sie frisst.

Sie bestimmt die Spielreglen

Sie hatte alle Ampeln auf grün geschaltet und gestattete, dass er sie endlich schüchtern ansprach. Sie gab ihm das Gefühl, dass er den ersten Schritt machte, obwohl natürlich sie es gewesen war, die ihm dafür den ganzen Abend lang den Weg geebnet hatte. Ohne diese stumme Zustimmung hätte er es nie gewagt. Es amüsierte sie, dass er noch immer nicht in der Lage war dieses ewig alte Spiel zwischen Frau und Mann zu erkennen, darauf hereinfiel wie ein reflexgesteuertes Tier und sich willig durch die Manege ihrer Vorstellungen führen ließ. Gut so! Sie bestimmte die Spielregeln und war fest davon überzeugt sich diesmal das Heft nicht aus der Hand nehmen zu lassen.

Der letzte Tanz wurde angekündigt und die Musik schwüler. Es war bereits fast wieder Morgen, als sie wie eine Raubkatze auf ihn zu ging, ihm am Kragen packte und ihn an sich zog. Sie schmiegte im Rhythmus der Musik ihren heißen Körper eng an seinen und wiegte sich hin und her. Ihr schnelles Blut unter der Haut und ihr Herzklopfen versprachen ihm ein Abenteuer, das ihm sowohl das Ende seines Seelenschmerzes als auch die Erlösung seiner körperlichen Anspannung andeutete.

Die Jägerin wird selbst zur Beute

Im oberen Stockwerk stand ein Zimmer frei. Sie führte ihn an der Hand die Treppe hinauf, sah sich an der Tür um und zog ihn hastig hinein. Mit dem Rücken zur Tür drehte sie den Schlüssel im Schloss herum und ließ zu, dass er sie wortlos packte und gierig auf das breite Bett in der Mitte des Raumes warf. Eben noch entschlossene Jägerin wurde sie nun selbst zur Beute. Sie wurde binnen weniger Sekunden zum Opfer seines Charmes, seines umwerfenden Äußeren, seiner starken Arme und ihrer eigenen, ungestümen Leidenschaft. Sie gab sich ihm willig hin und genoss es ihm in diesem Augenblick im wahrsten Sinne des Wortes „unterlegen“ zu sein, sie umschloss ihn mit ihrem ganzen Körper, mit Armen und Beinen, Mund und Schoß und der ungestümen Kraft ihres Temperaments – bis sie beide erschöpft und glücklich nebeneinander in die weichen Kissen fielen.

„Sollen wir es noch einmal versuchen?“ fragte er nach einer Weile unsicher. Wieder war er der kleine Junge, der Angst vor Schelte hat. Sie drehte sich ihm zu und stütze den hübschen Kopf auf die Hand. „Mal sehen“, wägte sie ab und schmunzelte vieldeutig: Für eine einzigen One-Night-Stand bist du fast zu schade...“

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